Praxis Dr. Bürstner HNO-Arzt, Allergologe, Schlaflabor, Schlafmedizinische Abklärung Sendlinger-Tor-Platz 7
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Schnarchen oder gar Schlaf-Apnoe?

Schnarchen: lästig oder gar gefährlich?

Das zunächst nur lästige Schnarchen kommt als Symptom auch regelmäßig bei der gesundheitsgefährdenden obstruktiven Schlafapnoe vor.

 

Bei Schlafapnoikern

kommt es im Schlaf zu Atempausen. Die Atemwege kollabieren kurzzeitig im Bereich des Rachens. Genau genommen ist es der zum Atmen in den Lungen entwickelte Unterdruck, der dazu führt, dass sich die Wände der Atemwege an bestimmten Stellen der oberen Luftwege annähern und zusammenhaften.

Zunehmender Sauerstoffmangel führt zu einer vom Gehirn ausgelösten und durch Adrenalin vermitelten Streßreaktion. Die Muskeln spannen sich im Rachen an und der Patient atmet und schnarcht wieder. Dies kann sich unterschiedlich oft und lange zeigen.

 

Einige wenige Atempausen von 10 Sekunden und länger in der Nacht sind durchaus als normal zu werten.


Ab 5 Störungen pro Stunde ist zB bei begleitender Schläfrigkeit die Diagnose Schlafapnoe gesichert. Ab 15 Atempausen pro Stunde Nachtschlaf ist auch ohne Vorerkrankungen eine Behandlung erforderlich. Unterbleibt die Behandlung, drohen als Folge der permanenten Stressreaktionen Gefäßverkalkung, Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Hirnschlag. Dieser Zusammenhang ist wissenschaftlich zweifelsfrei belegt und anerkannt. Daher ist eine wirkungsvolle Behandlung hierbei so wichtig.


Der Schlafapnoiker
- klagt in der Regel über Einschlafneigung am Tage, besonders in monotonen Situationen,
- morgendliche Kopfschmerzen,
- Konzentrationsschwäche,
- Leistungsabfall etc. Besonders gefährlich sind solche Zustände im Straßenverkehr, oder an Maschinen.
Man schätzt, dass ein Drittel der Verkehrsunfälle und evtl. sogar mehr auf Schläfrigkeit zurückzuführen sind.

 

Die meisten "Schnarcher"

verursachen jedoch nur eine Belästigung ihrer Umgebung und hier insbesondere der Lebenspartner, diese Form nennt man habituelles Schnarchen.

 

Sie sind sich nicht sicher zu welcher Gruppe Sie gehören?

 

Diese Frage läßt sich heutzutage mit einer einfachen Untersuchung eindeutig klären. Mit einem tragbaren Gerät, das wir Ihnen in der Praxis anlegen, kann zu Hause ein Apnoescreening durchgeführt werden, welches dann die Zuordnung in störendes Schnarchen oder Schlafapnoe erlaubt.

 

Sie sind wahrscheinlich Schlafapnoiker und wollen wissen welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie in Frage kommen?


In aller Regel wird man Ihnen bei Übergewicht zu einer langsamen und dauerhaften Gewichtsreduktion raten. Sie sollten abendlichen Alkoholkonsum meiden, regelmäßige Schlafzeiten einhalten, abends keine großen Mahlzeiten zu sich nehmen.

Bei einer deutlichen Schlafapnoe, wird möglicherweise ein sogenanntes CPAP-Gerät notwendig sein. 
Dies ist ein Gerät das einen erhöhten Luftdruck auf die Atemwege bringt. Dieser Druck wird mit einer speziellen Maske und einem Schlauch in Ihre Atemwege übertragen. Die Anpassung erfolgt im Schlaflabor. Wenn Sie ein CPAP-Gerät wirklich brauchen sollten, wird der Gewinn an Lebensqualität durch das Ausgeschlafensein die Unannehmlichkeiten des Geräts in der Regel mehr als ausgleichen.

Für schwierige Situationen können auch weiterführende Technologien erforderlich werden ( Bilevel S/T, ASV, Sauerstofkonzentrator).

Sollten Sie kein Gerät tragen können (Platzangst, Unverträglichkeit, etc.) oder wollen, gibt es Möglichkeiten mit zahnärztlich anzupassenden Vorbißschienen (Protrusionsschienen) oder mittels geschickt kombinierter HNO-ärztlicher Operationen die Krankheit zu bekämpfen.

 

Sie haben keine Schlafapnoe wollen aber Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner zuliebe endlich Ihr habituelles Schnarchen behandeln lassen?

Hier gibt es inzwischen sehr gute Möglichkeiten, die ich Ihnen am Ende vorstellen will. Zunächst kommt aber auch bei harmlosen Beschwerden eine umfassende Untersuchung.
Für Ihren Arzt gilt es festzustellen, wo das Schnarchgeräusch entsteht und welche Faktoren hierbei eine Rolle spielen. Hierzu zählen:
- Nase: Bei etlichen Patienten liegt, trotz des Eindrucks gut atmen zu können, bei objektiver Flussmessung eine deutliche Behinderung der Atmung vor. Wie sollen Sie das auch merken? Sie kennen ja nur ihre eigene Nase! Wie könnte man da vergleichen. Schäden durch eine chronische Nasenatmungsbehinderung stellen sich wohl auch erst spät ein, z.B. in Form chronisch trockener Schleimhäute in Rachen und Kehlkopfbereich. Ursache der behinderten Nasenatmung ist hierbei meist eine deutlich verbogene Nasenscheidewand oder stark vergrößerte Nasenschwellkörper (Nasenmuscheln).
- Nebenhöhlenerkrankungen: Auch diese können zu wiederkehrenden oder dauerhaften Schleimhautschwellungen der Nase führen.
- Allergien: Hierbei kommt es saisonal oder ganzjährig zu einer vermehrten Schleimproduktion, zur Schleimhautschwellung, evtl. auch zu trockener Schleimhaut. Der Niesreiz ist bei saisonaler Allergie regelmäßig, bei Milbenallergien allerdings eher selten vorhanden.
- Vergrößerte Nasenrachenmandeln: Führen bei Kleinkindern häufig zu Schnarchen und dann auch oft zu einer Störung der Funktion der Nasen-Ohr-Verbindung, der Eustachischen Röhre, mit entsprechender Hörminderung.
- Langes Gaumensegel: Dabei ist dann die Kontaktstrecke zur Rachenhinterwand verlängert und es kommt leichter zum Schnarchen. Manchmal ist das Gaumensegel übermässig lang.

- Überlanges Zäpchen (Uvula): Dieses kann dann besonders in Rückenlage angesaugt werden. Gelegentlich kommt es in der Folge zu einer weiteren Anschwellung des Zäpfchens, welches als beängstigend empfunden werden kann. Letzteres darf nicht mit dem allergischen oder hereditären Quincke-Ödem verwechselt werden.
- Große Tonsillen (Gaumenmandeln): Die Mandeln engen dann den Atemraum im Mundrachenbereich deutlich ein.

- Große Zunge: Insbesondere im hinteren Anteil, im sogenannten Zungengrund, wirkt dies als deutliches Atemhindernis. Das Schnarchgeräusch ist hierbei hochfrequent.
- Kehlkopfanomalien: Diese sind eine seltene Ursache bei Schnarchen. Dennoch waren auch schon Larynxpolypen ursächlich bei Schnarchen mitbeteiligt.
- Gewichtssituation: Bei deutlichem Übergewicht lagert sich das Fett auch im Hals-Rachenbereich ab und engt damit die Atemwege ein.

Erst wenn die Untersuchung alle Faktoren beleuchtet, kann eine individuell sinnvolle und erfolgrecihe Therapie erfolgen.

 

 

In vielen Fällen wird eine schonende Behandlung mit dem RFITT-Verfahren (RadioFrequenz-Induzierte Thermo-Therapie) durchgeführt werden können. Hierbei wird über eine spezielle bipolare Sonde ein extrem hochfrequenter Wechselstrom in der Tiefe des Gaumensegels angelegt. Dieser führt über eine Gewebeerwärmung zu einer Eiweißausfällung (Koagulation) und damit zur Ausbildung einer kleinen Narbe. Die Größe der Koagulation lässt sich vorher festlegen und wird über Impedanzmessung im Gewebe gesteuert. Der Eingriff erfolgt in lokaler Betäubung in der Praxis. Im Gegensatz zu den früher üblichen Eingriffen mit Laser oder Skalpell entstehen dabei in aller Regel keine nennenswerten Schmerzen. Die Vernarbung tritt innerhalb von 4-6 Wochen ein. In der Regel sind 2 Behandlungssitzungen im Abstand von 6 Wochen notwendig um das gewünschte Ziel zu erreichen. Durch das schonende Vorgehen sind schwerwiegende Komplikationen nahezu vollständig auszuschließen, weil bei dem Verfahren kein Gewebeverlust wie bei einem Lasereingriff oder klassisch chirurgischen Vorgehen entsteht. Es gibt aber auch Faktoren, die ein Vorgehen mit dem RFITT-Verfahren nicht sinnvoll erscheinen lassen.

Hier finden Sie uns

HNO-Praxis Dr. Bürstner
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Eingang über Nussbaumstrasse
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